Presse zu Porneia:
..."Porneia“ entwickelt sich also gnadenlos albern. Was dem Abend überraschenderweise nicht zum Nachteil gereicht: Bei praktisch jeder Szene denkt man zu Beginn, dass das jetzt wirklich zu doof ist, aber dann kriegt sie einen doch. Wegen der Spiellust des Ensembles. Wegen der Schauwerte, der tollen Kostüme (Mariama Sow) oder der fantasievollen Bühne (Lani Tran-Duc). Und dann eben auch wegen der hakenschlagenden Vorlage, die in ihrer klugen Respektlosigkeit manchmal an den hochtourig politischen Boulevard einer Yael Ronen erinnert. Vor allem in der Figur des Enrico zeigt Redfern einen bösartigen Humor, der die Inszenierung tatsächlich sehr sehenswert macht.... Diese Kritik ist also lobend. Aber sie stammt von einem männlich gelesenem Autor und könnte deswegen auch besonders fieses Mansplaining sein, klar. Dass man sich diese Frage stellt, zeigt dann eben auch, wo sich „Porneia“ diskursiv bewegt.
Falk Schreiber, 29.11.25 Hamburger Abendblatt
"Komödie mit Tiefgang und gehaltvoller Botschaft...
Das Stück verwandelt die antike Komödie „Lysistrata“ ...in ein feministisches Pop-Event mit Tiefgang....
Diese Göttinnen muss man einfach gern haben... Wunderbar vor allem Oda Thormeyer als Göttin der Fruchtbarkeit Demeter. „Porneia“ ist eine grelle Komödie, immer am Rand zur Überdrehtheit. Das Lachen bleibt einem manchmal im Hals stecken. Diese Message hat Gehalt.
Peter Helling, 29.11.25 NDR Kultur
von Golda Barton
Premiere 27. November 2025
Thalia Theater Hamburg
mit Riah Knight | Diana Marie Müller | Nina Saritha Baltasar | Ruth Marie Kröger | Toini Ruhnke | Oda Thormeyer | Jannik Hinsch
Regie: Isabelle Redfern | Choreographie: Ute Pliestermann | Musik : Riah Knight | Bühne: Lani Tran-Duc | Kostüme: Mariama Sow | Video: Salya Fink & Razia Hussaini & Lani Tran-Duc | Textrechte: Henschelverlag | Fotos: Kerstin Schomburg
